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Dienstag, 28. Juni 2011

Gemischte Gefühle

habe ich, denn der Abschied steht bevor. Rückblickend betrachtet gibt es einiges was ich nicht vermissen werde...

  • Geldscheine, die alle gleich gross sind
  • das "Howareyou" auf dass man immer noch versucht ist, ausführlich zu antworten
  • die amerikanische Arbeitsweise manche Dinge einfach zu machen, ohne nachzudenken
  • Produkthinweise (siehe 'Do not attempt')
  • Major League Soccer (oder auch: organisiertes 'Not gegen Elend')
  • die häufige Schwüle und die heftigen Wetterwechsel

aber auch anderes, was ich ganz sicher vermissen werden...

  • hochqualitatives Mittagessen für kleines Geld, jeden Tag nach Wunsch
  • die Fährenfahrten zur Arbeit
  • die allgemeine Freundlichkeit der Menschen (nicht nur Service)
  • die amerikanische Arbeitsweise manche Dinge zu machen, ohne tagelang Meetings zu machen und zu diskutieren ob sich das lohnt
  • die Toleranz hier in der Stadt, ich glaube nicht dass es irgendwo noch mehr davon gibt (oder ist es Ignoranz?)
  • NHL live in HD schauen, ein echtes Erlebnis
  • 'Bundeßligga in ßpaniß' am Samstag Vormittag zum Frühstück ... Goooooooooool !

Also: gemischte Gefühle.

Montag, 30. Mai 2011

Queensboro Bridge

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Laden der Kette "TJ Maxx" (der Laden war mir als Schnäppchenmarkt qualitativ guter Waren empfohlen worden) doch dann war das Drumherum viel interessanter.

Vom Central Park 59. Straße schlug ich mich ostwärts durch. Die Gegend war nicht so schön. Überall Baustellen, Lärm und Dreck. Doch der Marsch wurde belohnt (nicht nur durch die Schnäppchen bei TJ Maxx). Man kommt direkt an der Queensbroro Bridge raus.

Die Queensboro Bridge ist eine schöne alte Brücke. Sie war die erste Verbindung zwischen Manhattan und Queens nach Fertigstellung 1909. Sie trug maßgeblich zur urbanen Entwicklung des Stadtteils Queens bei. Unsere Reiseführer geben nur wenig Auskunft über die Brücke, doch der Wikipediaartikel ist sehr lesenswert.


Es gibt hier auch eine Seilbahn.
Wer hätte das gedacht?

Vielleicht probieren wir die mal aus. Man hat bestimmt eine gute Aussicht von dort oben.




Unter der Brücke gibt es einen richtig schönen und gut sortierten Markt für Schleckermäuler.

An dem Chocolatier konnte ich nur vorbeigehen, weil es so unerträglich heiß war, daß mir die Schokolade auf dem Heimweg zerschmolzen wäre. Nochmal Glück gehabt.

Sonntag, 22. Mai 2011

Nachtrag zum Weltuntergang

Zunächst die gute Nachricht: Wir leben noch.

Jetzt hatten wir krampfhaft den ganzen Tag unsere Augen offen gehalten, denn einige Tage lang vor dem 21. sahen wir in Manhattan schon Leute mit Schildern herumlaufen, die für den 21. Mai den Weltuntergang und die Ankunft Jesu verkündeten.
(siehe Bild links)

Jesus kommt nach Manhattan? Was für ein Glück, daß wir dann gerade hier sind, dachten wir. Also nix wie wieder nach Manhattan am 21. Mai!


Doch dann?
...
nichts.
Einfach gar nichts ...
menno...

Es
war eigentlich alles normal also in New York so verrückt wie immer. Jim Carrey will hier in Manhattan einen Engel gesehen haben aber Jesus ward ebensowenig gesehen wie Harold Camping, der sehr erfahren ist im Errechnen von Apokalypsen (eigentlich kann es die nur im Singular geben. Schon klar. Also mir jedenfalls.)

Vielleicht klappt es ja 2012.

Dienstag, 17. Mai 2011

Gummistiefel oder Sandalen?

Während in Deutschland der Sommer angefangen hat, weiß man hier noch nicht, wie man die Jahreszeit nennen soll.

Alle sagen uns, daß es selten soviel in April und Mai geregnet hat. Das tröstet uns nur wenig. Vermutlich wird es dann im Juni richtig schön, wenn wir unsere Koffer packen. In Deutschland empfangen uns dann die Niederschläge, die eigentlich im März und April dort hätten kommen sollen. Eh klar.

Was soll's. Das kann doch gebürtige Westfalen nicht erschüttern. Tage, die nicht hell werden und Dauernieselregen ist doch in Westfalen erfunden worden - ne?

Im Gegensatz zum westfälischen Dauernieselregen hat man hier zumindest noch im Grau-in-Grau Überraschungen wie Gewitter, plötzliche Windstürme, auch mal dicke Regentropfen oder kurz Sonne, damit die Luft schön dampfig wird.

Ich glaube diese Wetterumschwünge haben auch zu dem Klischee geführt alle Frauen stünden täglich vor ihrem Schrank mit der "Was-soll-ich-bloß-anziehen-Panik".

Den Wettervorhersagen kann man ja nicht vertrauen. Sie ändern sich natürlich auch ständig, so daß man sich lieber mit Gummisstiefeln und Sandalen auf alle möglichen Wetterzustände vorbereitet.