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Samstag, 18. Juni 2011

Top Secret !

Dass ich mal einen Blogeintrag schreiben würde, der Fotos strategischer Ziele zeigt, kam mir eigentlich nicht in den Sinn.
Als Tippnix neulich an einer der Brücken von Manhattan war (Queensboro Bridge), und sie fotografieren wollte, wurde sie von einem Polizisten darauf hingewiesen, dass Fotografieren von Brücken verboten sei. Das muss ein sehr pflichtbewußter New Yorker Bulle gewesen sein, denn wie kann man allen ernstes das Fotografieren von Brücken in einer Stadt wie New York verbieten ? Mir ist dasselbe passiert, als ich in der WTC-Station des Path ein Foto von den ganzen Drehkreuzen (ca. 30 Stück) aufnhemen wollte, die schön in einer Reihe stehen. Nun gut - da kann ich es vielleicht noch verstehen. Aber eine Brücke ?
Dann müsten eigentlich allen Touristen bei der Einreise die Fotoapparate abgenommen werden, oder die Fotos bei Ausreise durchgesehen werden. Oder das Fotografieren vom Empire State Building und Top of the Rock sollte ebenso verboten sein.

Vielleicht war es auch nur ein übereifriger Polizist. Dieser würde dann warscheinlich auch ein Ticket für das unerlaubte überqueren einer Straße (jaywalking) ausstellen, welches im New Yorker Bußgeldkatalog mit 50$ aufgelistet ist. Würde man das ernsthaft verfolgen, könnte sich New York ziemlich schnell sanieren. Sehr interessant finde ich übrigens die wöchentliche Kriminalitätsstatisktik der New Yorker Polizei, in der jaywalking aber leider nicht aufgeführt ist.

Möglicherweise werde ich aber gar nicht nach Deutschland zurückkehren können, weil man mich wegen dieses Blogeintrags gleich irgendwo in Südamerika verschwinden lässt.....

Montag, 9. Mai 2011

Übers Ziel hinausgeschossen

Sonntag gingen wir am Aufzug zum Path Train (das ist eine der Pendelmöglichkeiten nach Manhattan) vorbei und wunderten uns. Vor dem Aufzug stand ein Polizist und gelbes Absperrband sowie Metallgitter machten klar, daß man den Aufzug unter keinen Umständen benutzen darf.

Das macht man eigentlich eh nur dann wenn man nicht anders kann weil man Rollstuhlfahrer ist oder wie wir immer eine Kinderkarre transportieren muß. Dieser Aufzug ist eng und extrem miefig. Wir haben schon oft gerätselt, woher der üble Geruch kommen könnte. Die polizeiliche Absperrung verleitete uns schon zu abenteuerlichsten Mutmaßungen. Schließlich war sogar die ganze Station gesperrt worden.

Am Montag dann erfuhren wir durch die Medien, daß es einen schrecklichen Unfall mit über 30 Verletzten gegeben hatte, weil ein Zug in diesem Kopfbahnhof übers Ziel hinausgeschossen war. Leider kein Einzelfall. Zuletzt war das im Oktober 2009 am Bahnhof der 33. Straße passiert. Damals gab es 14 Verletzte. Davor passierte dasselbe in Hoboken im Juli 2004 - weniger als 10 Verletzte.

Also werden wir uns jetzt besser immer besonders gut festhalten!! Oder wir fahren mit der Fähre und hoffen, dass nicht gerade ein Flugzeug auf dem Hudson landen möchte.