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Dienstag, 5. April 2011

Es gibt noch viel zu tun

Auch für Kip und mich rückt der Tag der Abreise näher. Es gibt noch einiges zu tun: Postumleitung, alle Lebensmittel aufbrauchen, Garten und Haus wetterfest machen, damit bis zur Rückkehr nicht alles ganz chaotisch aussieht und so einiges an Kleinkram ... und der wird vermutlich die meiste Zeit beanspruchen.

Gestern habe ich mit Kip einen Bauernhof besucht - nochmal ein wenig Landidylle genießen bis wir in die Betonwüste von New York fliegen. Der Kleine hatte einen Riesenspaß und sah hinterher den Rüsseltieren nicht unähnlich. Ob er sich nach der Zeit in New York noch an alles erinnern wird was es zuhause gibt? Er beginnt jetzt alles so bewußt warzunehmen und wird selbständiger. Im einen Moment klettert er ganz alleine die große Treppe rauf und lacht sich stolz eins ins Fäustchen, um dann im nächsten Moment wieder wie kip-Abklebeband (auch nicht immer rückstandsfrei) an meinem Zeigefinger zu kleben. Ich bin gespannt.

Montag, 21. März 2011

Literatur zum Einstimmen auf New York

Ich beginne hier mal eine Liste mit lesenswerter NY-Lektüre:

New York aus der Lonely Planet Reihe

Extem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer
Ich habe es selten erlebt, dass mich ein Buch so bewegt hat wie dieses. Ich hatte einen Kloß im Hals beim Lesen. Literarisch interessant und wertvoll, das Thema 11.September bewegend umgesetzt ohne reißerisch oder billig zu werden.

"New York" Reiseführer von Dorling Kindersley aus der Reihe "VIS-À-VIS"
Dieser Reiseführer erleichtert den Überblick enorm. Die einzelnen Stadtteile (in Manhattan) werden übersichtlich präsentiert und das Wesentliche ist kurz beschrieben. Besonders praktisch: Die Auflistung aller Bahnhöfe/U-Bahnstationen, die behindertengerecht gebaut sind. Wenn man mit Kleinkind im Stroller unterwegs ist, dann ist man das Treppenschleppen irgendwann müde.

Montag, 14. März 2011

Auslandskrankenversicherung

Auf einiges war ich gefasst bei der Suche nach einer Auslandskrankenversicherung, aber nicht darauf:

Für mich brauche ich keine, weil mich der Arbeitgeber versichert - es ist ja schließlich eine Dienstreise. Allerdings brauchen wir für Tippnix und Kip eine spezielle AKV, weil die Reise über die Grenze von 42 Tagen kommt. Die einfachsten AKV gibt es in der Regel als Jahresvertrag für Reisen bis 42 Tagen. Diese kosten dann pro Person so 6-7 Euro, für Reisen in die USA doppelt so viel - je nach Anbieter unterschiedlich. Andere Standardverträge decken ganze Jahre als Auslandsaufenthalt ab - für Au Pair oder Auslandssemester zum Beispiel. Die Kosten für solche Verträge schwanken um mehrere 100% und liegen bei einigen hundert Euro.

Da Tippnix und Kip sich einmalig aber 64 Tage in USA befinden, machte ich mich auf die Suche nach speziellen Angeboten. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest von 8/2010 als Leitfaden für gute Versicherungsbedingungen klapperte ich die ersten fünf der Liste ab und rechnete mir per Onlinerechner die Kosten aus, oder ließ mir per Telefon ein Angebot machen.

Die Ergebnisse sprechen für sich:

1/2. Platz : per Onlinerechner komme ich auf 371,20 Euro.
3. Platz : kein Onlinerechner, per Telefon verweist man mich an die nächste Volks- und Raiffeisenbank. Dort bin ich aber letztendlich nicht gewesen.
4. Platz : per Telefon erklärt man mir, ich solle einen Jahresvertrag für 29 Euro plus Option für längere Reisen abschließen (plus 100 Euro) - Gesamtkosten 129 Euro.
6. Platz : online finde ich einen Makler vor Ort der mir nach einiger Rechnerei einen Jahresvertrag plus Option für längere Reisen für 39 Euro empfiehlt.

Der Tendenz folgend wäre die nächste Versicherung noch mal günstiger geworden. Kann man diese Preisunterschiede fassen ?

Nun ist mir klar, die Versicherungsbedingungen kann man so einfach nicht vergleichen. Mein Leitfaden war der Test von Stiftung Warentest nach den allgemeinen Versicherungsbedingungen, der mich noch nie im Stich gelassen hat. Alle Versicherungen hatten übrigens keine Selbstbeteiligung, was mir wichtig war.

Abschließen werden wir wohl eine Zusatzversicherung bei der von Tippnix bestehenden privaten Krankenversicherungsvertrag bei der Versicherungsgesellschaft die Platz 5 erreichte.

Donnerstag, 10. März 2011

Corporate Housing

Da wir in New York natürlich auch irgendwo ein Dach über dem Kopf brauchen und nicht 3 Monate in einem Hotel leben wollen, hilft uns die Firma für die ich in New York arbeite bei der Suche nach eine Wohnung. Der Terminus technicus hierfür ist corporate housing, was mit 'Wohnen auf Zeit' übersetzt werden kann. Es handelt sich eigentlich um möblierte Wohnungen die aber nicht von Privat gemietet werden, sondern von einer Firma die ganze Häuser mit möblierten Appartments vermietet. Um das ganze vom privaten Mietmarkt abzugrenzen, und wohl auch um mit mehr Service höhere Preise erzielen zu können, bieten diese Häuser oft Merkmale wie einen Rund-um-die-Uhr-Concierge, Fitnessraum, privaten Kinosaal oder sonstige Dinge.

Bei der Auswahl einer Wohnung sind wir auch auf dieses Angebot aufmerksam geworden. Abgesehen davon, dass wir eigentlich nicht in Manhattan wohnen wollten sondern eher in Brooklyn oder Jersey City, haben wir uns trotzdem alle Angebote angeschaut um einen Überblick zu bekommen. Bei diesem Angebot in Manhattan allerdings hat uns das Austattungsmerkmal

  • Private outdoor jogging track on 9th floor

doch sehr zum Schmunzeln gebracht. Wer nicht im hauseigenen Fitnesscenter auf dem Band laufen will, kann in die neunte Etage fahren und dann wohl entweder auf einer schmalen Terrasse ums Haus laufen, oder auf einer Seite des Hauses auf und ab.

Das ganze würde ich ja noch verstehen wenn kein Park in der Nähe wäre, aber der Central Park ist ganze drei Blocks entfernt (und davon die schmale Seite). Das Haus ist also eigentlich eine ideale Ausgangsposition für ausgedehnte Touren im Park, aber so denkt wohl auch nur ein Europäer.

Dabei gibt es ganz interessante Dinge im Central Park zu sehen, wie zum Beispiel den ‘Jamaica Underwear Run’, aber wer vorm Aufstehen zum Laufen geht hat sicher auch noch nicht die Augen auf....

Sonntag, 27. Februar 2011

Das E-Ticket im Flugverkehr

Hingegen meiner Annahme, dass mittlerweile im "westlichen" Flugverkehr nur noch E-Tickets ausgestellt werden (es sei denn man fliegt hierhin), mussten wir zu unserer großen Überraschung feststellen, dass Delta zum Teil auch noch Papiertickets ausstellt - alternativlos.


Über eine der Suchmaschine-der-Suchmaschinen für günstige Flüge hatte ich einen guten Tarif FRA-JFK für Mutter und Kind gefunden. Nach der Weiterleitung von dort auf eine Resellerwebseite, scheiterte ich dort allerdings bei der Buchung. Auch auf der Delta Seite war eine Buchung nicht möglich: in beiden Fällen mit einer kryptrischen (oder gar keiner) Fehlermeldung. Also blieb nichts anderes übrig, als das Telefon in die Hand zu nehmen...

Der freundliche Mann an der Delta-Hotline mit Beneluxakzent erklärte uns, dass das Ticket fürs Baby nur auf Papier möglich sei, die Buchung allerdings fürs Ticket der Mutter ginge als E-Ticket. Das Ticket für die Mutter hätte dann den Hinweis, dass ein Baby auf dem Schoß mitfliegt. Das Ticket fürs Kind wäre auf Papier zu kaufen. Oder so. Nach der Buchung konnte ich dann auf der Delta Website auch die Details zum Flug finden, auch den Hinweis dass ein Baby auf dem Schoß mitfliegt. Abgebucht wurde nur der Flug für die Mutter.

Deswegen machten wir heute zu dritt einen Ausflug zum Flughafen (40km Fahrt plus 8 Euro Parkgebühr), wo wir dann den Deltaservice etwas in Verwirrung brachten - dass ein Baby auf dem Schoß der Mutter mitfliegt, scheint kein so häufiger Vorgang bei Delta zu sein.
Jetzt sind wir zumindest im Besitz eines Papiertickets für Kip, es soll ausserdem eine Babymahlzeit an Bord geben. Ich bin gespannt.



Die Lufthansa hat übrigens schon sein einigen Jahren nur noch E-Tickets....

Freitag, 25. Februar 2011

Erste Hürden überwunden

Bürokratie verlaß mich nie ...

Für Kip hatten wir schon einen Kinderreisepaß, den uns das Bürgerbüro direkt ausgestellt hatte. Als er 7 Monate alt wurde, sind wir mal nach Spanien geflogen. In dem Paß steht auch in drei Sprachen drin er sei gültig "Für alle Länder" - stimmt aber nicht:

Wenn man mit Baby in die USA reisen möchte, braucht man einen von der Bundesdruckerei ausgestellten Reisepaß für 37,50 Euro. Der Kinderreisepaß wird dann zerstört, wenn man den Reisepaß abholt. Oh Freude: Immerhin ist der Reisepaß nun 6 Jahre gültig. Logisch, denn so ein Einjähriger verändert sich in 6 Jahren quasi überhaupt nicht. Der Kinderreisepaß wäre 10 Jahre gültig gewesen.