Mittwoch, 8. Juni 2011

Visa - die Freiheit nimmt man mir

-- natürlich nur in bester Absicht der Bank, schließlich muß ja etwas gegen Kreditkartenbetrüger getan werden.

Und so kam es dazu: Ich war hier vor einiger Zeit bei Macy's einkaufen. Macy's behauptet von sich das größte Kaufhaus der Welt zu sein und wenn man mal drin war, dann kann man das auch glauben. Größere habe ich zumindest bisher noch nicht gesehen.

Jedenfalls habe ich mir an drei verschiedenen Kassen mit meiner Kreditkarte (Konto deutlich im Plus) ein paar Wünsche erfüllt. Für New Yorker ein völlig normaler Vorgang.

Drei Abbuchungen am selben Tag in ein und demselben Kaufhaus? Das kann aus europäischer Sicht nur Betrug sein!! Also erstmal sperren.
Das ist schon sehr ärgerlich und auch peinlich, wenn man dann die Karte neu einsetzen möchte und an der Kasse gesagt bekommt, man habe "insufficient funds". Verbuchen wir das unter "lessons learned".

Dienstag, 7. Juni 2011

Abkühlung

Yipiieh.
Wir hatten schon befürchtet, daß der schönste Spielplatz von Hoboken erst eröffnet wird, wenn wir wieder unsere Koffer packen müssen.

Aber nun ist endlich der Bauza
un entfernt worden und vor allem die Kinder aus unserem Haus freuen sich über die neue Attraktion MIT SAND vor der Haustür.

Direkt am Hudson hat man eine kleine Halbinsel geschaffen auf der kleine und größere Kinder sich austoben können. Die Brunnen machen Spaß und helfen gegen die Hitze.

Abends ist alles schön beleuchtet und lädt zu einem Abendspaziergang ein.
Und dann diese Aussicht auf Manhattan: einfach großartig!

Der schönste Spielplatz in
Manhatta
n liegt am South Seaport und ist der Form eines Schiffes nachempfunden.

Hier gibt es strenge Ordnungsregeln. Wasser und Sand werden strikt getrennt. Ein Spielplatzwächter pfeift Kinder, die es wagen mit einem Eimerchen voll Sand zum Brunnen zu laufen, zurück.

Hunde müssen natürlich drau
ßen bleiben.

Unser Kleiner hat Mitleid.

Samstag, 4. Juni 2011

Govenors Island

Letztes Wochenende war die jährliche Eröffnung von Govenors Island, einer kleinen Insel südöstlich von Manhattan die nur während des Sommerhalbjahres der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Insel hat viele Grünflächen mit großen Bäumen und leerstehende, aber gepflegte Häuser.

Mit der Eröffnung fand ein kleines Fest auf der Insel statt, das Brewers PicNYC. Das Wetter war wie im Hochsommer - die angesagten 33 Grad (gefühlt 34) wurden erreicht.



Im Vorfeld fragte ich mich wie sie das regeln wollten: da öffentliches Alkoholtrinken in New Jersey wie in New York verboten sind, konnte das Fest nur auf einem abgetrennten Gelände stattfinden. Und so war es auch. Am Eingang wurde der Pass gecheckt, und alle Besucher mit entsprechendem Alter (21 Jahren und mehr) bekamen ein rotes Armband. Im abgetrennten Bereich des Festes befanden sich die verschiedenen Stände von lokalen Brauereien und Restaurants. Das Gelände war relativ voll, was die New Yorker allerdings gewöhnt sind. Viele hatten sich Picknickdecken mitgebracht und machten es sich unter den großen Bäumen im Schatten bequem.

Eine Sache war hier in Vollendung zu bewundern, die so in Deutschland nicht stattgefunden hätte. Der New Yorker an sich ist Schlangestehen gewöhnt und reiht sich in bestehende Schlangen für Busse, Schiffe oder für Eingänge ein. Insofern bildeten sich vor jeder Bude schöne Schlangen, und keiner versuchte zu schummeln. Schlangestehen scheint hier eine Art Volkssport zu sein. In einer gleichen Situation in Deutschland wäre das Chaos ausgebrochen - mit Sicherheit. Amerika wäre aber nicht Amerika wenn es nicht Gleichere unter den Gleichen gäbe - man konnte sich im Vorfeld VIP-Karten bestellen, die einem ein grünes Armband und damit den Zugang zur Expressschlange sicherte.




Das Gelände kontrollierten ein paar Polizisten und schauten, daß auch nur die Leute mit rotem Armband Bier tranken.

Alles in allem ein schönes Fest auf einer sehr schönen Insel - allerdings etwas voll. Etwas surreal allerdings die Trennung zwischen Gelände auf dem man Bier trinken durfte, und wo nicht....

Dienstag, 31. Mai 2011

Gummistiefel oder Sandalen - die Fortsetzung


Und so sieht das dann aus, wenn man sich nicht auf alle Wetterlagen vorbereitet hat. Dann läuft man bei gut 30° mit Gummistiefeln über aufgeheizten Asphalt.

Oh Joy.

Vielleicht sammelt sich aber auch der eigene Schweiß im Stiefel und kühlt dann die Füße?

Bähh eher unwahrscheinlich.

Montag, 30. Mai 2011

Queensboro Bridge

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Laden der Kette "TJ Maxx" (der Laden war mir als Schnäppchenmarkt qualitativ guter Waren empfohlen worden) doch dann war das Drumherum viel interessanter.

Vom Central Park 59. Straße schlug ich mich ostwärts durch. Die Gegend war nicht so schön. Überall Baustellen, Lärm und Dreck. Doch der Marsch wurde belohnt (nicht nur durch die Schnäppchen bei TJ Maxx). Man kommt direkt an der Queensbroro Bridge raus.

Die Queensboro Bridge ist eine schöne alte Brücke. Sie war die erste Verbindung zwischen Manhattan und Queens nach Fertigstellung 1909. Sie trug maßgeblich zur urbanen Entwicklung des Stadtteils Queens bei. Unsere Reiseführer geben nur wenig Auskunft über die Brücke, doch der Wikipediaartikel ist sehr lesenswert.


Es gibt hier auch eine Seilbahn.
Wer hätte das gedacht?

Vielleicht probieren wir die mal aus. Man hat bestimmt eine gute Aussicht von dort oben.




Unter der Brücke gibt es einen richtig schönen und gut sortierten Markt für Schleckermäuler.

An dem Chocolatier konnte ich nur vorbeigehen, weil es so unerträglich heiß war, daß mir die Schokolade auf dem Heimweg zerschmolzen wäre. Nochmal Glück gehabt.

Sonntag, 29. Mai 2011

Summer in the city: 33 Grad, gefühlt 34.

Auf vieles waren wir vorbereitet, einiges wußten wir. Allerdings nicht, dass es hier an der Ostküste häufig Wetterlagen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit gibt. Und ich meine jetzt nicht Regen :) - davon hatten wir auch genug. Nein, ich meine schwül-feucht-warm oder auch gern -heiße Luft.

Die Wettervorhersage gibt die Höchsttemperatur an und manchmal auch die gefühlte Temperatur, die wegen des Chillfaktors ein paar Grad darunter liegt. Hier ist es jetzt umgekehrt: für Montag sagt wetter.com 33 Grad voraus, gefühlt aber 34. Und das kommt von der hohen Luftfeuchtigkeit, trotz der vorausgesagten 2-3 bft Wind.


Ein Kollege, der mit seiner Familie in Chicago wohnt, hat mir erzählt, daß er einen Entfeuchter im Haus hat, der an schwülen Tagen ganz gern mal eine Gallone Wasser aus der Luft holt (es leben die Imperialmaße !).

Währenddessen haben wir die Klimaanlagen in Betrieb genommen - ob hier Ökostrom verwendet wird, wage ich zu bezweifeln. Schlechtes Gewissen will sich aber dennoch nicht einstellen.

Weck' den Ami in Dir ...