Werbung im TV ist überflüssig, ist aber mitunter aussagekräftig. Weniger über das Produkt, oft über die Gesellschaft in der geworben wird. Gerade schaue ich einen Jet Li Film in dem mal wieder kräftig gepiepst und geschnitten wird, und der natürlich von vielen Werbeblöcken unterbrochen wird.
Hier in USA gibt es bekannterweise viele warnende Produkthinweise, das kennen wir alle. In der TV-Werbung gibts auch genug solcher Einblendungen. Ich bin froh sie bald nicht mehr sehen zu müssen.
Bei Autos zB.: 'Closed Court,. Professional Driver. Do not attempt'. Auch wenn das Auto durch die Wüste oder Stadt fährt. Da haben sie sicher vorher alles abgesperrt. In der BMW-Werbung wird sowas wie 'European Model with options shown. Might not be available.' eingeblendet.
Bei Versicherungen sind die Einblendungen so umfangreich, dass ich das hier gar nicht wiedergeben kann. Das ist oft auch nur für wenige Sekunden sichtbar und hat keinen anderen Zweck als sich rechtlich abzusichern. Wobei mit gesundem Menschenverstand die Frage gestellt werden sollte: Wer soll das lesen können ?
Bei Medikamentenwerbung, die es hier nicht nur für freiverkäufliche Schmerzmittel gibt, sondern auch für rezept- und verschreibungspflichtige Produkte, werden die Disclaimer nicht nur eingeblendet, sondern müssen offensichtlich vorgelesen werden. So sagt dann z.B. eine süße Frauenstimme dass es zwar während der Erprobung durchaus schwerwiegende Nebenwirkungen mit Todesfällen gegeben hat, die aber natürlich nicht vom Produkt verursacht worden sein müssen. Na klar.
Ich frage mich was das soll. Was ist das für ein vermurkstes System in dem sowas notwendig ist. Es schützt nicht diejenigen die vielleicht geschützt werden sollten. Eigentlich lädt es nur zu Mißbrauch ein.
Mittwoch, 22. Juni 2011
Sonntag, 19. Juni 2011
Tour de Big Apple
Heute hab ich es wahrgemacht. Nachdem Tippnix und Kip nach
Hause geflogen sind und ich ja die Five-Boro-Tour verpasst hatte, habe ich mir heute morgen ein Rad gemietet und habe meine 'Five Boro' Tour selbst gemacht - naja zumindest fast [Bikemap].
Von vorherigen Touren wusste ich, dass in der Nähe der Christopher Street ein Radladen ist, der auch Räder stundenweise vermietet. Die Räder machten einen ganz passablen Eindruck, also mietete ich heute morgen eins und los ging es das Westufer hoch. Fast durchgehend gibt es da einen Radweg der am Wochenende
hoch frequentiert ist. Er führt fast die ganze Zeit direkt am Wasser lang, so dass man immer einen schönen Blick auf den Hudson hat. Hier kam ich schnell voran, und hinter der George Washington Bridge nahm der Verkehr schlagartig ab. Nachdem ich dort an ein paar Rampen diverse Rennradfahrer mit meinem Tourenrad hab stehenlassen (tolles Gefühl nach so langer Zeit ohne Rad), war mir auch klar warum sich hier kaum noch jemand rumtreibt. Lediglich ernsthaft trainierende Leute sind mir hier noch begegnet.
Irgendwann dann hinter 'The Cloisters' musste ich dann rechts ab auf die andere Seite der Insel wechseln, weil es die letzte
Gelegenheit vor der Henry Hudson Bridge ist, die rüber in die Bronx führt. Ab hier war ich nun im Stadtverkehr unterwegs, auf Straßen die zwar eigentlich eine Radspur eingezeichnet hatten, an die sich aber niemand wirklich gehalten hat. Mit einem Korb am Lenker in dem sich mein Rucksack befand, war der Schwerpunkt des Lenkers recht ungewohnt und träge, so daß ich lieber sehr vorsichtig an jeder roten Ampel hielt.
Rüber auf der Eastside war zuerst gar nichts mehr los, ich fuhr praktisch alleine auf dem Radweg bzw. Promenade bis ich irgendwo in Höhe der 160sten Straße in die Stadt geleitet wurde. Ab hier bis Wards Island gibt es nur einen unterbrochenen Radweg am Wasser, und deshalb fuhr ich
direkt durch Harlem den Frederick Douglas bis zur 119 Straße runter. Hier fällt einem auf, dass alle Ampeln auf der Straße gleichgeschaltet sind, was für viele Avenues in Manhattan der Fall ist. So schafft man 3,4 Blocks in einer Ampelphase, bevor man wieder steht. Für mich ergab sich deshalb immer wieder die Gelegenheit, mir
Harlem näher anzuschauen. Dieser Teil von Harlem zumindest ist gut gepflegt, was man von vielen Gegenden in Queens und Brooklyn nicht behaupten kann.
Wieder am Wasser sah ich auf einmal eine Reihe kleinerer Boote und Kanus auf dem Wasser und auf den zweiten Blick fiel mir auf, dass Schwimmer zwischen Ihnen waren. Hier fand eine Sportveranstaltung mit ca. 30-40 Athleten statt, wobei ich weder
Start noch Ziel ausmachen konnte.
Hin- und wieder musste ich das Ufer verlassen, um mich auf der ersten oder zweiten Avenue nach Süden schlagen zu können, was aber auch kein Problem war. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und die Straßen waren breit genug. Irgendwo in Höhe der 51sten Ecke 2 Avenue habe ich bei einem kleinen italienischen Restaurant zu Mittag gegessen. Mittags gibt es fast überall Essensangebote für 7-10 Dollar, so auch hier: Vorspeise, Hauptmenü und Kaffee für 11.95 $.
Mein weiterer Plan war, auf einer der drei folgenden Brücken nach Queens/Brooklyn rüberzufahren und eine der verbleibenden zwei wieder zu benutzen, um nach Manhattan zurückzukommen. So nahm ich die Williamsburgbridge um nach Queens zu kommen, fuhr dann auf Kent und Flushing zur Manhattanbridge. Hier merkte ich, dass ich schon ganz schön weich geworden war, und irgendwo meine Körner gelassen haben mußte. Die Sonne und
schwüle Hitze hatten Ihr Übriges getan, so kurbelte ich mich zur letzten Bergwertung des heutigen Tages auf die Brücke und genoss nocheinmal den Ausblick auf dem Scheitelpunkt. Diese Brücken mit dem Rad zu fahren ist ein echtes Erlebnis !
Ab hier führte mich mein Weg wieder am Wasser entlang, vorbei an Menschenmassen, die von Pier 11 versuchten eine Fähre zu ergattern, weil es heute (kostenlose) Livemusik auf Govenors Island gab.
Als ich das Chaos am Pier 11 und an der Anlegestelle zur Freiheitsstatue hinter mir gelassen hatte und den Batterypark weiter hochfuhr, kam ich zum Start und Ziel der Schwimmveranstaltung. 25 Meilen (gegen den Uhrzeigersinn) um Manhattan schwimmen (Rekord steht bei 5:45), das ist ganz schön krank, glaube ich. Im Hudson hat man zwar Strömung, aber man muss schon echt ganz schön viel Chlor geschluckt haben um sowas zu machen, oder ? Naja, ich dachte ich hätte heute was geleistet, aber das war wohl ein Irrtum. Chapeau !
Radfahren in Manhattan ist möglich, und auf vielen Routen sogar sehr einfach und auf den Uferwegen auch richtig schön. Der Autoverkehr ist (meist) rücksichtsvoll, worauf man sich aber nicht verlassen sollte, da Taxifahrer (wie wohl überall auf der Welt) die Lizenz zum Töten besitzen.
Und ich habe seit 2 1/2 Monaten mal wieder auf einem echten Rad gesessen. Bohohohaaaaa !
Hause geflogen sind und ich ja die Five-Boro-Tour verpasst hatte, habe ich mir heute morgen ein Rad gemietet und habe meine 'Five Boro' Tour selbst gemacht - naja zumindest fast [Bikemap].Von vorherigen Touren wusste ich, dass in der Nähe der Christopher Street ein Radladen ist, der auch Räder stundenweise vermietet. Die Räder machten einen ganz passablen Eindruck, also mietete ich heute morgen eins und los ging es das Westufer hoch. Fast durchgehend gibt es da einen Radweg der am Wochenende
hoch frequentiert ist. Er führt fast die ganze Zeit direkt am Wasser lang, so dass man immer einen schönen Blick auf den Hudson hat. Hier kam ich schnell voran, und hinter der George Washington Bridge nahm der Verkehr schlagartig ab. Nachdem ich dort an ein paar Rampen diverse Rennradfahrer mit meinem Tourenrad hab stehenlassen (tolles Gefühl nach so langer Zeit ohne Rad), war mir auch klar warum sich hier kaum noch jemand rumtreibt. Lediglich ernsthaft trainierende Leute sind mir hier noch begegnet.Irgendwann dann hinter 'The Cloisters' musste ich dann rechts ab auf die andere Seite der Insel wechseln, weil es die letzte
Gelegenheit vor der Henry Hudson Bridge ist, die rüber in die Bronx führt. Ab hier war ich nun im Stadtverkehr unterwegs, auf Straßen die zwar eigentlich eine Radspur eingezeichnet hatten, an die sich aber niemand wirklich gehalten hat. Mit einem Korb am Lenker in dem sich mein Rucksack befand, war der Schwerpunkt des Lenkers recht ungewohnt und träge, so daß ich lieber sehr vorsichtig an jeder roten Ampel hielt.Rüber auf der Eastside war zuerst gar nichts mehr los, ich fuhr praktisch alleine auf dem Radweg bzw. Promenade bis ich irgendwo in Höhe der 160sten Straße in die Stadt geleitet wurde. Ab hier bis Wards Island gibt es nur einen unterbrochenen Radweg am Wasser, und deshalb fuhr ich
direkt durch Harlem den Frederick Douglas bis zur 119 Straße runter. Hier fällt einem auf, dass alle Ampeln auf der Straße gleichgeschaltet sind, was für viele Avenues in Manhattan der Fall ist. So schafft man 3,4 Blocks in einer Ampelphase, bevor man wieder steht. Für mich ergab sich deshalb immer wieder die Gelegenheit, mir
Harlem näher anzuschauen. Dieser Teil von Harlem zumindest ist gut gepflegt, was man von vielen Gegenden in Queens und Brooklyn nicht behaupten kann.Wieder am Wasser sah ich auf einmal eine Reihe kleinerer Boote und Kanus auf dem Wasser und auf den zweiten Blick fiel mir auf, dass Schwimmer zwischen Ihnen waren. Hier fand eine Sportveranstaltung mit ca. 30-40 Athleten statt, wobei ich weder
Start noch Ziel ausmachen konnte.Hin- und wieder musste ich das Ufer verlassen, um mich auf der ersten oder zweiten Avenue nach Süden schlagen zu können, was aber auch kein Problem war. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und die Straßen waren breit genug. Irgendwo in Höhe der 51sten Ecke 2 Avenue habe ich bei einem kleinen italienischen Restaurant zu Mittag gegessen. Mittags gibt es fast überall Essensangebote für 7-10 Dollar, so auch hier: Vorspeise, Hauptmenü und Kaffee für 11.95 $.
Mein weiterer Plan war, auf einer der drei folgenden Brücken nach Queens/Brooklyn rüberzufahren und eine der verbleibenden zwei wieder zu benutzen, um nach Manhattan zurückzukommen. So nahm ich die Williamsburgbridge um nach Queens zu kommen, fuhr dann auf Kent und Flushing zur Manhattanbridge. Hier merkte ich, dass ich schon ganz schön weich geworden war, und irgendwo meine Körner gelassen haben mußte. Die Sonne und
schwüle Hitze hatten Ihr Übriges getan, so kurbelte ich mich zur letzten Bergwertung des heutigen Tages auf die Brücke und genoss nocheinmal den Ausblick auf dem Scheitelpunkt. Diese Brücken mit dem Rad zu fahren ist ein echtes Erlebnis !Ab hier führte mich mein Weg wieder am Wasser entlang, vorbei an Menschenmassen, die von Pier 11 versuchten eine Fähre zu ergattern, weil es heute (kostenlose) Livemusik auf Govenors Island gab.
Als ich das Chaos am Pier 11 und an der Anlegestelle zur Freiheitsstatue hinter mir gelassen hatte und den Batterypark weiter hochfuhr, kam ich zum Start und Ziel der Schwimmveranstaltung. 25 Meilen (gegen den Uhrzeigersinn) um Manhattan schwimmen (Rekord steht bei 5:45), das ist ganz schön krank, glaube ich. Im Hudson hat man zwar Strömung, aber man muss schon echt ganz schön viel Chlor geschluckt haben um sowas zu machen, oder ? Naja, ich dachte ich hätte heute was geleistet, aber das war wohl ein Irrtum. Chapeau !
Radfahren in Manhattan ist möglich, und auf vielen Routen sogar sehr einfach und auf den Uferwegen auch richtig schön. Der Autoverkehr ist (meist) rücksichtsvoll, worauf man sich aber nicht verlassen sollte, da Taxifahrer (wie wohl überall auf der Welt) die Lizenz zum Töten besitzen.
Und ich habe seit 2 1/2 Monaten mal wieder auf einem echten Rad gesessen. Bohohohaaaaa !
Samstag, 18. Juni 2011
Top Secret !
Dass ich mal einen Blogeintrag schreiben würde, der Fotos strategischer Ziele zeigt, kam mir eigentlich nicht in den Sinn.Dann müsten eigentlich allen Touristen bei der Einreise die Fotoapparate abgenommen werden, oder die Fotos bei Ausreise durchgesehen werden. Oder das Fotografieren vom Empire State Building und Top of th
e Rock sollte ebenso verboten sein.Vielleicht war es auch nur ein übereifriger Polizist. Dieser würde dann warscheinlich auch ein Ticket für das unerlaubte überqueren einer Straße (jaywalking) ausstellen, welches im New Yorker Bußgeldkatalog mit 50$ aufgelistet ist. Würde man das ernsthaft verfolgen, könnte sich New York ziemlich schnell sanieren. Sehr interessant finde ich übrigens die wöchentliche Kriminalitätsstatisktik der New Yorker Polizei, in der jaywalking aber leider nicht aufgeführt ist.
Möglicherweise werde ich aber gar nicht nach Deutschland zurückkehren können, weil man mich wegen dieses Blogeintrags gleich irgendwo in Südamerika verschwinden lässt.....
Freitag, 17. Juni 2011
Old Slip Park
Durch diesen 'Park' gehe ich jeden morgen auf dem Weg von der Fähre zum Büro. Alle Parks, und seien sie noch so klein, haben schöne Namen und entsprechende Verbotsschilder. Vor allem haben die Parks aber Öffnungszeiten, die wohl dafür da sind Obdachlose nach Parkschluß von den Bänken vertreiben zu können. Eigentlich ist es nur eine größere Verkehrsinsel, die aber nach 22 Uhr dann nicht mehr zu betreten ist.Bemerkenswert ist auch das Baum/Sitzbankverh
ältnis im Old Slip Park von 1:3 (30 Bänke gegenüber 10 Bäumen).Das interessanteste Verbot ist, dass es nicht erlaubt ist nicht hinter seinem Hund sauber zu machen. Das ist wohl das erste Verbot mit Negation das mir über den Weg läuft.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Das schmalste Haus
von New York steht in Greenwich Village und ist 2,74m breit und 12,8m tief. Erbaut im Jahre 1873 aus Backsteinen ist es heute das meistfotografierte Haus der Stadt. Greenwich Village selbst ist einen Ausflug wert. Man benötigt aber einen Reiseführer der einem fast an jeder Eckedarauf hinweisen kann welcher Film hier gedreht oder welche Persönlichkeit hier gelebt hat. Aber auch ohne Reiseführer wird man seine Freude haben an einer der gepflegtesten Gegenden in der Stadt.
Im Jahre 2009 stand das Haus für 1,9 Mio Euro zum Verkauf.Ein stolzer Preis für ein Haus, das noch nicht einmal eine ganze Hausnummer hat.
Sonntag, 12. Juni 2011
Toddlers Rock
Ein letztes Mal waren wir nun bei Creative Groove. Das ist das 10 Blocks entfernte musikalische Kinderparadies (vor allem an den Regentagen, wie wir sie am Anfang hatten). Die Kreativbude macht jetzt ein paar Wochen Ferien. Der Kleine hat hier eine Menge Spaß gehabt und ich habe ein paar amerikanische Kinderlieder gelernt.
Bald heißt es für uns Koffer packen.
Samstag, 11. Juni 2011
Washington Street, Hoboken


Wir haben noch gar nicht erwähnt, daß die Washington Street (wir wohnen um die Ecke) 2010 zu einer der Top 10 unter den schönsten Straßen in den USA gewählt wurde.

Wir würden hier auch ein paar Sternchen vergeben. Es gibt hier tolle Restaurants nette Boutiquen und alles vom Geschenkeladen bis zum Tierkrankenhaus.

Hier der Link zum Artikel.
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