Samstag, 30. April 2011

Burger in The City

Heute stand unter anderem eine Visite am Madison Park an, wo sich eine der beste Adressen für Burger befinden soll. Im Zagat stand schon etwas von Schlangen, aber darauf war ich nicht gefasst.


Vielleicht komme ich mal an einem Regentag hierher.

Donnerstag, 28. April 2011

Bist Du noch Tourist oder lebst Du schon ?

Ein schwedischstämmiger Arbeitskollege hat mir neulich beim Bier erklärt was mit einem passiert, wenn man sich länger in New York aufhält:

You walk faster, you talk faster and you think faster.

Das ganze geht wohl auf ein Zitat von einem ehemaligen Bürgermeister zurück und es scheint was daran zu sein. Vor ein paar Tagen fiel mir beim Weg von der Fähre zum Büro auf, dass ich mich an das allgemeine Gehtempo der Leute angepasst hatte, zum Teil standen sie mir sogar im Weg.

Vorige Woche war ich einen Abend mit unserem Besuch (einer 17 jährigen) abends am Time Square. Wir wollten dort hin, um ein paar Fotos zu machen, was sich nach Einbruch der Dunkelheit schon lohnt. Ausserdem wollte sie unbedingt ins Hard Rock Cafe (direkt am Times Square) um dort ein T-Shirt als Souvenir zu kaufen. Während wir dort warteten bis einer der Servicekräfte Nachschub in der richtigen Shirt-Größe holte, hatte ich Zeit mir den durchschnittlichen Hard Rock Cafe Besucher anzuschauen. Meiner Einschätzung nach ist er zu 95% ein Tourist jeden Alters, von denen die wenigsten unten ins Restaurant gehen (Wartezeit für einen Tisch ca. 45 Minuten). Die meisten kaufen sich ein T-Shirt und verlassen den Laden mit einem glückseligen Lächeln auf dem Gesicht: Hurra, ich hab ein Hard Rock Cafe T-Shirt aus New York !

Dieses beobachtend, stellte ich mir die Frage ob ich auch ein solches T-Shirt kaufen würde. Wäre ich nur ein paar Tage hier, dann hätte ich möglicherweise auch zugegriffen. Allerdings fühle ich mich im Moment nicht mehr als Tourist, ich lebe ja schliesslich hier. Vielleicht wird mich Ende Juni die nahende Rückkehr dazu bringen mich doch wieder als Tourist zu fühlen, wir werden sehen.

Big Apple allerdings, scheint langsam irgendwie zu Normalität zu werden.

Dienstag, 26. April 2011

Schild der Woche (III)

Strafandrohungen sieht man hier auf vielen Schildern. Dieses hier ist aber das mit der höchsten Strafe, die ich bis jetzt gesehen habe. 2000 Dollar fürs Motor laufenlassen ist eine stolze Summe.

Als die Schilder 2007 aufgestellt worden sind, ging es primär um die Luftqualität in der Nähe der City Hall und z.B. dem Metropolitan Museum of Art.

Sonntag, 24. April 2011

Easter Parade New York 2011

Ostern in New York ist lustig. Es gibt auch hier den Brauch, Kinder Ihre Ostereier und Süßigkeiten suchen zu lassen und viele gehen sehr feingemacht in die Kirche.


Besonders ulkig ist hier die Easter Parade. Dafür wird ein Teilbereich der Fifth Avenue für den Autoverkehr gesperrt. Auf der Höhe der St. Patrick’s Cathedral in der Nähe vom Rockefeller Center hat man eine gute Sicht aufs ganze Geschehen.


Wir waren recht früh da. Um 11 Uhr sollte es losgehen. Vor der St. Patrick’s Cathedral war schon ein Getümmel von kostümierten und skurril „behüteten“ Leuten zu sehen.


Ein Amerikaner (wohl nicht aus NY) fragte mich um 20 nach elf, wann es denn nun losginge. Glücklicherweise war ich durch unseren TimeOutGuide informiert und wußte, daß diese Parade nicht organisiertes Marschieren mit Blasmusik ist sondern einfach ein Flanieren-Sehen-und-Gesehen-werden. Alle haben ihre Kameras, Fotoapparate und Handys für einen Schnappschuß parat und hoffen die tollsten Kostüme und Hüte zu erwischen. Alle wuseln dabei durcheinander. Ich war froh, daß ich Kip im Tragegurt hatte und nicht den Buggy dabeihatte, denn sonst hätte ich mich an dieser Fotojagd gar nicht beteiligen können. ;o)


Als die Messe in St. Patrick vorbei war und sich die Türen öffneten wehte ein Schwall Weihrauch auf die Straße und für einen Moment richteten sich alle Blicke auf die Türen. Der Bischof mit Gefolge trat heraus, grüßte die Menge und verschwand dann um die Ecke. Sogleich ging das fröhliche Gewusel wieder weiter.


Die Parade wird auch für politische und religiöse Statements genutzt. Zum Beispiel wurde an Homosexuelle erinnert, die durch Mobbing in den Selbstmord getrieben wurden. Es kocht hier in den Medien gerade ein Fall bei dem ein 19jähriger angeklagt wurde, weil er seinen homosexuellen Studienkollegen durch Bloßstellung in Facebook in den Selbstmord getrieben haben soll.

Die Oster-Erfahrung

Es ist das Osterwochenende. Wenn ich nicht frei hätte (Karfreitag ist ein Bankfeiertag, der 'good friday', Montag hingegen ein normaler Arbeitstag) würde ich nicht viel davon mitbekommen dass eines der höchsten christlichen Feste ist.

Zuhause in Deutschland trifft sich ja meist die Familie zum gemeinsamen feiern. Die Amerikaner sind zum großen Teil recht religiös, insofern hätte ich erwartet dass Geschäfte geschlossen sind etc. Mein Chef sagte neulich zu mir, als ich fragte ob ich einen Nachmittag frei machen kann weil meine Familie eintrifft, daß man Prioritäten setzen müsse: Gott, Familie, Arbeit - in dieser Reihenfolge. Da liegt die Erwartung nahe, daß Ostern hier irgendwie bemerkbar ist.

Nun gut, am Freitag sind wir - nach einem entspannten Einkauf beim Schlendern durch die Haupteinkaufsstraße - einem Zug von singenden Menschen begegnet, unter denen zwei oder drei als Geistliche erkennbar waren. Wenn ich nun andererseits nicht gewusst hätte, daß Karfreitag ist, hätte ich nur schwerlich einen Zusammenhang hergestellt.

Der Supermarkt im Haus hat dann für Ostersonntag seine Öffnungszeiten reduziert. Na gut, immerhin nur noch bis 4pm anstatt bis 10pm.

Zuhause in Frankfurt gab es am Freitag einen Flashmob auf dem Römer, weil ein FDP-Ordnungsdezernet das Tanzverbot zu Ostern durchsetzen wollte. (Und ich dachte wir hätten die religiösen Extremisten vor ein paar Jahrhunderten aus Europa rausgeworfen) Irgendwie werden mir die USA langsam sympathisch.

Wir waren auch schon mal zu Ostern in Sevilla und haben uns dort die Prozessionen zur Semana Santa angeschaut, das war dann wohl das andere Extrem.

Frohe Ostern !

Freitag, 22. April 2011

Homo Newyorkiens


Er ist uns begegnet, der Homo Newyorkiens. Zwei Starbucks-Kaffee lässig in der rechten Hand, mit der linken Hand schnell Mails checken, und das Junge (in diesem Fall weiblich) lernt direkt von der Mitte aus.

Donnerstag, 21. April 2011

Spielplätze in Manhattan und Hoboken

Jetzt sind wir etwa eine Woche hier in Hoboken und ich habe mit Kip die Nachbarschaft und auch Manhattan nach schönen Kinderspielplätzen abgeklappert. (Ok nicht ausschließlich ;) aber ich habe schon bewußt die Augen danach offen gehalten).

Fast alle Spielplätze sind gut eingezäunt, damit kein Kind stiften gehen kann. Eine recht gute Einrichtung, die es auch in vielen Stadtteilen in Frankfurt inzwischen gibt. Ganz anders ist, dass hier überall Tartan-Gummiboden ausgelegt ist und zwar nicht nur unter den Gerüsten sondern im kompletten Spielbereich .
Heute bin ich mit Kip zum ersten Mal zu so einem Spielplatz zum Austoben gegangen. Sonst klebt er ja immer an meinem Finger wenn wir Spazieren gehen aber hier blühte er heute richtig auf und lief mutig ganz alleine von mir weg und kletterte eine kleine Spielbrücke rauf und wollte kein anderes Kind mehr rauflassen. Er hat sich richtig ausgetobt und müde gelaufen.

Trotzdem ist es seltsam, dass man hier so gut wie nie Sandkisten findet. Und ich habe noch keine einzige Wippe gefunden... so eine Wippe, bei der man schonmal einen Schlag unter den Po kriegt, wenn man alles gibt oder von der man in hohem Bogen runterfliegt, wenn das andere Kind plötzlich absteigt. Scheint den Amerikanern wohl zu gefährlich zu sein? Wer weiß, wer weiß ...

Umso erstaunlicher dann dieses Schild, das auch gut in die Rubrik "Schild der Woche" passen könnte: