Samstag, 28. Mai 2011

Zensur findet statt

Wenn man in den USA das Fernsehen einschaltet, dann bekommt man zum einen viel Werbung gezeigt. Als wenn das nicht schon nervig genug wäre werden zum anderen auch oft mitten im Film Wörter, die jemand sagt stumm gemacht oder mit einem Pieps überspielt.

Dann hört es sich so an als würde der Schauspieler stottern oder gerade eine SMS bekommen.
Wenn Steve Buschemi in einer Komödie die Stinkefinger zeigt, dann werden die Hände verpixelt. Für einen Moment fragt man sich ob der Fernseher eine Bildstörung hat, doch aus dem Kontext wird es dann klar.

Über den Sinn und Unsinn solch einer Zensur kann man streiten. Meiner Meinung nach kann jeder Mensch selbst auf der Fernbedienung stumm, um- oder ausschalten.

Und wenn schon Zensur, dann sollten manche Sendungen gleich gänzlich abgeschafft werden. Die Sendung "Mob Wives - The men do the crime, but they do the time" beispielsweise ist fast gänzlich 'verpiepst'. Die Sendung zeigt wie die Frauen von inhaftierten Männern ihre Zeit verbringen. Meistens tun sie dies mit Gezanke und Gefluche, so daß die professionellen 'Verpiepser' viel zu tun haben. Eine Sendung, die niemand braucht, aber es wird sicher nicht mehr lange dauern und wir haben eine ähnliche Produktion bei uns in Deutschland auch.

Dienstag, 24. Mai 2011

Grauhörnchenattacke

Schluß mit niedlich. Wenn diese Nager an mein Brot gehen wäre ich bereit, den Artenschutz zumindest für diese Art niemals einzuführen.
Hier links im Bild die attackierte Brottüte.

Zugegeben es zeigt, daß diese Viecher guten Geschmack haben, wenn sie an meine Tüte mit dem Brot vom deutschen Bäcker gehen, während alle amerikanischen Buggys auf dem Spielplatz trotz der mit Knabberzeug gefüllten Taschen unbehelligt bleiben.

Lustig war allerdings wie panisch einige Muttis und Kinder gekreischt haben als das Grauhörnchen in unserem Kinderwagen hektisch hüpfte. Ein paar wagemutige Zwerge wollten sich das Tierchen aus der Nähe ansehen und wurden von ihren Muttis weggezerrt.

Also demnächst immer erst zum Spielplatz und danach zum Bäcker. Wieder was gelernt.

Sonntag, 22. Mai 2011

Nachtrag zum Weltuntergang

Zunächst die gute Nachricht: Wir leben noch.

Jetzt hatten wir krampfhaft den ganzen Tag unsere Augen offen gehalten, denn einige Tage lang vor dem 21. sahen wir in Manhattan schon Leute mit Schildern herumlaufen, die für den 21. Mai den Weltuntergang und die Ankunft Jesu verkündeten.
(siehe Bild links)

Jesus kommt nach Manhattan? Was für ein Glück, daß wir dann gerade hier sind, dachten wir. Also nix wie wieder nach Manhattan am 21. Mai!


Doch dann?
...
nichts.
Einfach gar nichts ...
menno...

Es
war eigentlich alles normal also in New York so verrückt wie immer. Jim Carrey will hier in Manhattan einen Engel gesehen haben aber Jesus ward ebensowenig gesehen wie Harold Camping, der sehr erfahren ist im Errechnen von Apokalypsen (eigentlich kann es die nur im Singular geben. Schon klar. Also mir jedenfalls.)

Vielleicht klappt es ja 2012.

Dienstag, 17. Mai 2011

Gummistiefel oder Sandalen?

Während in Deutschland der Sommer angefangen hat, weiß man hier noch nicht, wie man die Jahreszeit nennen soll.

Alle sagen uns, daß es selten soviel in April und Mai geregnet hat. Das tröstet uns nur wenig. Vermutlich wird es dann im Juni richtig schön, wenn wir unsere Koffer packen. In Deutschland empfangen uns dann die Niederschläge, die eigentlich im März und April dort hätten kommen sollen. Eh klar.

Was soll's. Das kann doch gebürtige Westfalen nicht erschüttern. Tage, die nicht hell werden und Dauernieselregen ist doch in Westfalen erfunden worden - ne?

Im Gegensatz zum westfälischen Dauernieselregen hat man hier zumindest noch im Grau-in-Grau Überraschungen wie Gewitter, plötzliche Windstürme, auch mal dicke Regentropfen oder kurz Sonne, damit die Luft schön dampfig wird.

Ich glaube diese Wetterumschwünge haben auch zu dem Klischee geführt alle Frauen stünden täglich vor ihrem Schrank mit der "Was-soll-ich-bloß-anziehen-Panik".

Den Wettervorhersagen kann man ja nicht vertrauen. Sie ändern sich natürlich auch ständig, so daß man sich lieber mit Gummisstiefeln und Sandalen auf alle möglichen Wetterzustände vorbereitet.


Sonntag, 15. Mai 2011

Das fehlt bei uns

Gerade an heißen Sommertagen geht es einem in Deutschland nicht gerade leicht. Es gibt Klimaanlagen nur in Supermärkten und Büros aber nicht zuhause. Wenn man dahinschmilzt und überlegt, sich nun doch endlich einen Ventilator zu kaufen, dann sind die ausverkauft und erst im November wieder zu haben.

In den USA geht man mit unter Hitze leidenden Mitmenschen wesentlich sozialer um. Es gibt überall öffentliche Trinkwasserspender (siehe Foto) und in Restaurants bekommt man kostenlos Leitungswasser, während man in Deutschland dann für eine Flasche Wasser schon häufig 6 Euro zahlen darf und Leitungswasser gar nicht erst angeboten wird obwohl es doch eigentlich das bestkontrollierteste Lebensmittel ist.

Das fehlt bei uns: Fairness wenn es um Trinkwasser geht! Ist doch wahr.

Little Korea

Eine der Nebenwirkungen dessen, daß hier in New York als Schmelztiegel Menschen verschiedenster Nationen und Kulturen aufeinandertreffen ist, daß die Restaurants der verschiendenen Länder oft einfach richtig authentisch gut sind.

Selbst in Frankfurt haben sich viele Küchen dem europäischen Geschmack angepasst, und sind z.B. im Falle von indischem Essen viel weniger scharf und gewürzt als im Heimatland. Auch die koreanischen Restaurants sind gut, aber nicht voll authentisch - und teuer (Frankfurt hat übrigens die größte koreanische Gemeinde in Deutschland).

Vor ziemlich genau 12 Jahren und 3 Monaten war ich mit einem Freund für vier Tage in Seoul / Südkorea (wer kennt es noch: 'Go for Gold in South Korea' ?). Es war mein erster Aufenthalt in Asien überhaupt, und die Erfahrungen die ich dort gemacht habe sind mir alle noch sehr präsent - vor allem der Geschmack und die Gerüche des Essens dort. In Deutschland habe ich diverse koreanische Restaurants ausprobiert, habe allerdings keins gefunden was wirklich authentisch war - meiner Meinung nach.

Letztes Jahr im Sommer hatte ich das Vergnügen bei einem Aufenthalt hier vom Flieger direkt zu einem Barbequeue fahren zu dürfen. Das Barbequeue in Glen Cove entpuppte sich als ein hervorragendes koreanisches Essen . Kein Wunder, denn die Frau des Gastgebers ist Koreanerin und hat eine Reihe verschiedenster Gerichte hergezaubert.

Little Korea in Manhattan befindet sich so zwischen 32 und 35 Straße und offeriert auf den ersten Blick viele Geschäft mit komischen Schriftzeichen und Restaurant die als solche erkennbar sind (in Seoul waren sie das nicht immer :) ). Gestern haben wir es wahr gemacht und sind nach einer Shoppingtour koreanisch Essen gegangen. Der Zagat hat uns geholfen eine preiswerte aber gute Location zu finden, das Cho Dang Gol .

Wir bestellten Bulgogi, tranken koreanisches Bier und waren einfach begeistert - auch Kip konnte nicht genug bekommen .



Hier waren wir sicherlich nicht das letzte mal !

Freitag, 13. Mai 2011

... nicht mein Bier

When in Rome, do as the Romans do

Ja, vielleicht. Ich habs auch versucht. Ehrlich. Aber vielleicht ist mein Biergeschmack so sehr von deutschem Pils und Hellem und Malz geprägt, dass ich die amerikanische Braukunst nicht wirklich würdigen kann.
Und, ja, die gibts es. Ich rede hier nicht von dem vielgeschassten Budweiser, welches so geschmacklos sein soll, daß man sich fragt wie wohl das Bud light schmeckt. Nein, ich rede hier von den Ales, insbesondere der amerikanischen 'Erfindung' IPA (India Pale Ale). Das IPA und allgemein Ales sind alle sehr hopfenlastig und obergärig, oft ohne Malz, und gehören nicht nur zu der Klasse der 'Bitter', nein, sie sind es auch - und damit leider nichts für mich.

Bei Sparrow, meinem Haus- und Hoflieferant für alkoholische Derivate, habe ich mich vor einigen Wochen beraten lassen 'was man hier so trinkt'. Als ich den Laden verliess, mit einem Sixpack Victoy Prima Pils und einem Sixpack Victory Hopdevil (der Name hätte mich warnen können), war ich recht zuversichtlich und voller Vorfreude. Das Pils war noch okay, aber der Hopfenteufel hat mir die Fußnägel umgeklappt. Kein Wunder, dass jetzt noch drei Flaschen davon im Kühlschrank rumstehen.

In meiner Lieblingskneipe, dem Iron Monkey, haben sie eine wirklich große Auswahl an Bieren aus aller Welt. Da merkt man mal was man in Deutschland verpasst weil die ganzen Brauereien die Kneipen an Ihr Biersortiment knebeln. Es ist hier auch nicht unüblich wenn Kneipen fünf, sechs oder gar zehn Sorten Bier vom Fass anbieten. Oft ist auch Guinness mit dabei, welches eine prima Alternative darstellt, wenn man gar nicht weiß, was man trinken soll.

Dem Pils kommt ein 'Lager' ziemlich nahe, insofern teste ich mich jetzt durchs 'Lager' bei Sparrow.

Heutiger Gast ist ein Brooklyn Lager, und ein Blue Point Toasted Lager. Beide ziemlich lecker.

Prost !