Dienstag, 31. Mai 2011

Gummistiefel oder Sandalen - die Fortsetzung


Und so sieht das dann aus, wenn man sich nicht auf alle Wetterlagen vorbereitet hat. Dann läuft man bei gut 30° mit Gummistiefeln über aufgeheizten Asphalt.

Oh Joy.

Vielleicht sammelt sich aber auch der eigene Schweiß im Stiefel und kühlt dann die Füße?

Bähh eher unwahrscheinlich.

Montag, 30. Mai 2011

Queensboro Bridge

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Laden der Kette "TJ Maxx" (der Laden war mir als Schnäppchenmarkt qualitativ guter Waren empfohlen worden) doch dann war das Drumherum viel interessanter.

Vom Central Park 59. Straße schlug ich mich ostwärts durch. Die Gegend war nicht so schön. Überall Baustellen, Lärm und Dreck. Doch der Marsch wurde belohnt (nicht nur durch die Schnäppchen bei TJ Maxx). Man kommt direkt an der Queensbroro Bridge raus.

Die Queensboro Bridge ist eine schöne alte Brücke. Sie war die erste Verbindung zwischen Manhattan und Queens nach Fertigstellung 1909. Sie trug maßgeblich zur urbanen Entwicklung des Stadtteils Queens bei. Unsere Reiseführer geben nur wenig Auskunft über die Brücke, doch der Wikipediaartikel ist sehr lesenswert.


Es gibt hier auch eine Seilbahn.
Wer hätte das gedacht?

Vielleicht probieren wir die mal aus. Man hat bestimmt eine gute Aussicht von dort oben.




Unter der Brücke gibt es einen richtig schönen und gut sortierten Markt für Schleckermäuler.

An dem Chocolatier konnte ich nur vorbeigehen, weil es so unerträglich heiß war, daß mir die Schokolade auf dem Heimweg zerschmolzen wäre. Nochmal Glück gehabt.

Sonntag, 29. Mai 2011

Summer in the city: 33 Grad, gefühlt 34.

Auf vieles waren wir vorbereitet, einiges wußten wir. Allerdings nicht, dass es hier an der Ostküste häufig Wetterlagen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit gibt. Und ich meine jetzt nicht Regen :) - davon hatten wir auch genug. Nein, ich meine schwül-feucht-warm oder auch gern -heiße Luft.

Die Wettervorhersage gibt die Höchsttemperatur an und manchmal auch die gefühlte Temperatur, die wegen des Chillfaktors ein paar Grad darunter liegt. Hier ist es jetzt umgekehrt: für Montag sagt wetter.com 33 Grad voraus, gefühlt aber 34. Und das kommt von der hohen Luftfeuchtigkeit, trotz der vorausgesagten 2-3 bft Wind.


Ein Kollege, der mit seiner Familie in Chicago wohnt, hat mir erzählt, daß er einen Entfeuchter im Haus hat, der an schwülen Tagen ganz gern mal eine Gallone Wasser aus der Luft holt (es leben die Imperialmaße !).

Währenddessen haben wir die Klimaanlagen in Betrieb genommen - ob hier Ökostrom verwendet wird, wage ich zu bezweifeln. Schlechtes Gewissen will sich aber dennoch nicht einstellen.

Weck' den Ami in Dir ...

Samstag, 28. Mai 2011

Zensur findet statt

Wenn man in den USA das Fernsehen einschaltet, dann bekommt man zum einen viel Werbung gezeigt. Als wenn das nicht schon nervig genug wäre werden zum anderen auch oft mitten im Film Wörter, die jemand sagt stumm gemacht oder mit einem Pieps überspielt.

Dann hört es sich so an als würde der Schauspieler stottern oder gerade eine SMS bekommen.
Wenn Steve Buschemi in einer Komödie die Stinkefinger zeigt, dann werden die Hände verpixelt. Für einen Moment fragt man sich ob der Fernseher eine Bildstörung hat, doch aus dem Kontext wird es dann klar.

Über den Sinn und Unsinn solch einer Zensur kann man streiten. Meiner Meinung nach kann jeder Mensch selbst auf der Fernbedienung stumm, um- oder ausschalten.

Und wenn schon Zensur, dann sollten manche Sendungen gleich gänzlich abgeschafft werden. Die Sendung "Mob Wives - The men do the crime, but they do the time" beispielsweise ist fast gänzlich 'verpiepst'. Die Sendung zeigt wie die Frauen von inhaftierten Männern ihre Zeit verbringen. Meistens tun sie dies mit Gezanke und Gefluche, so daß die professionellen 'Verpiepser' viel zu tun haben. Eine Sendung, die niemand braucht, aber es wird sicher nicht mehr lange dauern und wir haben eine ähnliche Produktion bei uns in Deutschland auch.

Dienstag, 24. Mai 2011

Grauhörnchenattacke

Schluß mit niedlich. Wenn diese Nager an mein Brot gehen wäre ich bereit, den Artenschutz zumindest für diese Art niemals einzuführen.
Hier links im Bild die attackierte Brottüte.

Zugegeben es zeigt, daß diese Viecher guten Geschmack haben, wenn sie an meine Tüte mit dem Brot vom deutschen Bäcker gehen, während alle amerikanischen Buggys auf dem Spielplatz trotz der mit Knabberzeug gefüllten Taschen unbehelligt bleiben.

Lustig war allerdings wie panisch einige Muttis und Kinder gekreischt haben als das Grauhörnchen in unserem Kinderwagen hektisch hüpfte. Ein paar wagemutige Zwerge wollten sich das Tierchen aus der Nähe ansehen und wurden von ihren Muttis weggezerrt.

Also demnächst immer erst zum Spielplatz und danach zum Bäcker. Wieder was gelernt.

Sonntag, 22. Mai 2011

Nachtrag zum Weltuntergang

Zunächst die gute Nachricht: Wir leben noch.

Jetzt hatten wir krampfhaft den ganzen Tag unsere Augen offen gehalten, denn einige Tage lang vor dem 21. sahen wir in Manhattan schon Leute mit Schildern herumlaufen, die für den 21. Mai den Weltuntergang und die Ankunft Jesu verkündeten.
(siehe Bild links)

Jesus kommt nach Manhattan? Was für ein Glück, daß wir dann gerade hier sind, dachten wir. Also nix wie wieder nach Manhattan am 21. Mai!


Doch dann?
...
nichts.
Einfach gar nichts ...
menno...

Es
war eigentlich alles normal also in New York so verrückt wie immer. Jim Carrey will hier in Manhattan einen Engel gesehen haben aber Jesus ward ebensowenig gesehen wie Harold Camping, der sehr erfahren ist im Errechnen von Apokalypsen (eigentlich kann es die nur im Singular geben. Schon klar. Also mir jedenfalls.)

Vielleicht klappt es ja 2012.

Dienstag, 17. Mai 2011

Gummistiefel oder Sandalen?

Während in Deutschland der Sommer angefangen hat, weiß man hier noch nicht, wie man die Jahreszeit nennen soll.

Alle sagen uns, daß es selten soviel in April und Mai geregnet hat. Das tröstet uns nur wenig. Vermutlich wird es dann im Juni richtig schön, wenn wir unsere Koffer packen. In Deutschland empfangen uns dann die Niederschläge, die eigentlich im März und April dort hätten kommen sollen. Eh klar.

Was soll's. Das kann doch gebürtige Westfalen nicht erschüttern. Tage, die nicht hell werden und Dauernieselregen ist doch in Westfalen erfunden worden - ne?

Im Gegensatz zum westfälischen Dauernieselregen hat man hier zumindest noch im Grau-in-Grau Überraschungen wie Gewitter, plötzliche Windstürme, auch mal dicke Regentropfen oder kurz Sonne, damit die Luft schön dampfig wird.

Ich glaube diese Wetterumschwünge haben auch zu dem Klischee geführt alle Frauen stünden täglich vor ihrem Schrank mit der "Was-soll-ich-bloß-anziehen-Panik".

Den Wettervorhersagen kann man ja nicht vertrauen. Sie ändern sich natürlich auch ständig, so daß man sich lieber mit Gummisstiefeln und Sandalen auf alle möglichen Wetterzustände vorbereitet.